Mazel Tov

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Kino Dokumentarfilm 2007-2009,  Länge: 92 Min. / Farbe
Inhalt

Sie kommen aus Russland. Sie sind Juden. Sie kommen nach Deutschland.
„Mazel Tov“ ist ein Film über Menschen, die die Welten gewechselt haben.
Und davon erzählen. Spannende, anrührende, lebendige Geschichten.
Unbekannte Geschichte.
Ihre Religion war verboten in der UdSSR. Ihre Kultur war verboten. Als sich die Grenzen öffneten vor 19 Jahren, machten sie sich auf den Weg. Junge und Alte, ganze Dörfer, halbe Städte. Hunderttausende wanderten aus. Nach Westen. Nach Israel. Nach Deutschland.
Für kurze Zeit war Deutschland die am schnellsten wachsende Gemeinde weltweit.

Der 9. Mai ist ein besonderer Tag für sie. Der Tag der Befreiung. Der Tag des Sieges.
Da legen die Alten die Orden an und erzählen vom Kampf gegen Nazi-Deutschland.
Und die Jungen haben Tränen in den Augen. Und die Band spielt „Mazel Tov“: Glückwunsch, dass Ihr gekämpft habt. Dass Ihr hier seid. Die Geschichte der jüdischen Kämpfer in der Roten Armee ist eine unterdrückte Geschichte, unerhört und unglaublich zugleich. Die Alten im Film erzählen sie. Mit Würde. Ohne Hass. Mit Weisheit.

Die Jungen sprechen von anderen Erfahrungen. Von Verlust und Neuanfang. Von der Suche nach Heimat, Identität, Wurzeln. Vom dreigespaltenen Lebensgefühl: russisch – jüdisch – deutsch. Und von der Neuentdeckung jüdischer Religion, Tradition, Kultur. „Erst in Deutschland,“ sagt ein junger Einwanderer, „habe ich gelernt, was es heißt, Jude zu sein.“

„Mazel Tov“ ist ein Film der Stimmen und Erzählungen. Vom Leben, Kämpfen, Überleben. Vom Wechsel der Welten. Von Jungen und Alten. Von Juden, die nach Deutschland gekommen sind. Und Deutsche werden. Sie bringen Leben in die jüdischen Gemeinden.
In die Gemeinden der Überlebenden. Veränderung, neue Kraft. Und Leben in die deutsche Gesellschaft. Die froh sein müsste über die Zuwanderung gut ausgebildeter und hoch motivierter Menschen. Ist sie es?

Sie kamen mit zwei Koffern.
Aber ihr unsichtbares Gepäck sind ihre Geschichten.
Diese Geschichten sind der Schatz unseres Films.
Wir sind auf Schatzsuche gegangen.

„Mazel Tov“ spielt in Frankfurt am Main.


Auszeichnungen / Preise

Festivals National:

43rd Hof International Film Festival, 2009
26. Kasseler Dokumentarfilm u. Video-Fest, 2009
52nd International Leipzig Festival, Documentary Screening, 2009
15. Filmfestival Türkei/Deutschland, Nürnberg, 2010
Öngören Preis für Demokratie und Menschenrechte 2010
Jüdische Filmtage, München, 2010
Lichter Filmtage Frankfurt, 2010
16 Jewish Film Festival, Berlin, 2010
Bester Dokumentarfilm

Festivals International:

The 11th Jerusalem Jewish Film Festival, 2009
Festival de Cinenam Jueu de Barcelona, 2010
Religion Today Filmfestival, Trento, 2010
JEWISH EYE World Jewish Film Festival, Ashkelon, 2011

 

Credits

Regie: Mischka Popp, Thomas Bergmann

Drehbuch: Mischka Popp, Thomas Bergmann

Kamera: Jörg Jeshel

Ton: Raimund von Scheibner

Schnitt: Peter Przygodda, Wolfgang Weigl

Musik: Roman Kuperschmidt

Endmischung: Andrè Bendocchi-Alves, Claudia Enzmann

Mitwirkung: Wolf Oulfski, Boris Gelfand, Michail Rosenberg, Evgenija Silberman, Nikolaj Worsowskij, Janina Ostrovskaia, Natalija & Mark Lifchits,  Roman Kuperschmidt, Leonid Sladkevich, Igor Davidovski, Julia Bernstein, Gila Maor,
Dalia Wisssgott Moneta, Simcha Moneta

Produktionsvorbereitung: Sabine Fischer

Produktionsassistent: Moritz Friese

Produktionsleitung: Mischka Popp

Koordination: Sabine Fischer (Frankfurt am Main)

Produktionsfirma: Pilotfilm GmbH (Frankfurt am Main)

Co-Produktion: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) / 3sat (Mainz)

Produzent: Mischka Popp, Thomas Bergmann

Redaktion: Inge Classen, Udo Bremer (ZDF / 3sat)

Dreharbeiten: Frankfurt am Main (DE) Jerusalem, Tel Aviv (IL)
Kronstadt (RU)

Filmförderung: Hessische Filmförderung (Frankfurt am Main)

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